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Büroformen: Was Sie beachten müssen 

Autor:  Michael Weissmann

Michael Weissmann ist Geschäftsführer der Weissmann GmbH und erfahrener Experte für moderne Büro- und Arbeitswelten.

Büroformen

(Lesezeit: 7 min.)

Büroformen: Was darf es sein?

Eine zukunftssichere Büroflächenplanung bedeutet auch, dass man sich Gedanken über die verschiedenen Büroformen macht. Ihre Arbeitsstruktur, Ablauforganisation, Mitarbeiteranzahl, betriebliche Altersstruktur und weitere Kriterien spielen bei der Entscheidung der entsprechenden Büroform eine wichtige Rolle.  

Auch in Bezug auf War for Talents, werden die jeweiligen Büroformen interessanter. Denn der Arbeitsmarkt wimmelt nicht mehr von Talenten und Fachkräften. Es wird für Unternehmen immer schwieriger geeignete Fachkräfte bzw. Nachwuchskräfte zu finden. Immer mehr Unternehmen setzen hier auf Bürokonzepte der Zukunft, wie bspw. Smart Office, Desk Sharing, Open Space etc., auf die wir später genauer eingehen werden.  

Büroarten im Überblick:

Wenn es um Büroformen geht, gibt es viele Begrifflichkeiten wie Einzelbüro, Großraumbüro oder Mehrpersonenbüro. So wird einem die Auswahl der richtigen Büroart erschwert. Sie merken; Büro ist nicht gleich Büro. Deswegen haben wir für Sie die verschiedenen Büroarten und die einzelnen Vor- und Nachteile zusammengefasst: 

Das Zellenbüro

Sind die klassischen Büros, die über einen Mittelflur zugänglich sind. Das Zellenbüro unterscheidet zwischen Einzelbüro und Mehrpersonenbüro.

  • Einzelbüro: Ein Einzelbüro ist, wie der Name schon verrät, für genau eine Person bestimmt.

Vorteile:

  • Es herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre, der Mitarbeiter kann ruhig und konzentriert seiner Tätigkeit nachgehen. 
  • Gesetzliche Regelungen zur Privatsphäre der Kunden kann eingehalten werden.
  • Dem Arbeitnehmer kann eine größere Privatsphäre geboten werden.
  • Das Einzelbüro kann nach Bedürfnissen und Vorlieben gestaltet werden (Bilder an der Wand, Talisman etc.). 

Nachteile:

  • Ein Einzelbüro ist für den Arbeitgeber meistens kostenaufwändig. 
  • Der direkte Kommunikationsweg ist nicht gegeben, so kann kein schneller Austausch stattfinden. 
  • Manche Arbeitsaufgaben erfordern Teamarbeit und Zusammenhalt. Einzelbüros sind hierfür nicht geeignet.
  • Ein Einzelbüro kann auch zur Isolation führen. 

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  • Das Mehrpersonenbüro: Ein Mehrpersonenbüro ist die kleinere Variante eines Großraumbüros. Hierbei arbeiten meist zwei bis maximal fünf Mitarbeiter zusammen.

Vorteile

  • Ein Mehrpersonenbüro ist ideal dafür geeignet, wenn Mitarbeiter ähnliche Schwerpunkte haben.
  • Es entsteht ein Wir-Gefühl und Zusammenhalt unter den Mitarbeitern. 
  • Kommunikation und Austausch sind bei einem Mehrpersonenbüro besser möglich als bei einem Einzelbüro. 
  • Mehrpersonenbüros eignen sich hervorragend für Projektteams.

Nachteile

  • Einige Mitarbeiter kommen vielleicht mit der Lautstärke nicht zurecht und haben Schwierigkeiten die Konzentration aufrechtzuerhalten. 
  • Wenn Mitarbeiter nicht gut miteinander klarkommen, dann können die sich im Mehrpersonenbüro schlecht aus dem Weg gehen. Das könnte zu ständigen Auseinandersetzungen führen, was wiederum die Stimmung im gesamten Team negativ beeinflusst.
  • Interne Kundentermine können durch die Arbeit oder Gespräche der Mitarbeiter gestört werden.  

Das Großraumbüro

Die Arbeitsplätze befinden sich bei einem Großraumbüro auf einer großen Fläche (ab 400 m²). Hier wird die Fläche entweder durch Stellwände unterteilt oder gar nicht. Unternehmen mit einer hohen organisatorischen Veränderungsdynamik sollten Großraumbüros in Betracht ziehen.

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Vorteile

  • Großraumbüros sind für Unternehmen platzsparend und nicht so kostenintensiv wie Einzelbüros. Denn hier können eine Vielzahl von Mitarbeitern auf einer Fläche untergebracht werden.
  • Da die Fläche meistens offen gestaltet ist, kann die Kommunikation gesteigert werden.
  • Großraumbüros zeichnen sich durch hohe Flexibilität und Agilität aus.

nachteile

  • Aufgrund der vielen Mitarbeiter die auf einer (offenen) Fläche zusammenkommen, kann eine enorme Lautstärke entstehen, die ohne entsprechende akustische Maßnahmen, stark die Konzentration beeinträchtigen kann.
  • Da Rückzugsmöglichkeiten bzw. Privatsphäre in Großräumen eher weniger vorhanden sind, kann sich das Konfliktpotenzial in Großräumen erhöhen. 
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Neue Bürowelten: Was verändert sich? 

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Moderne Büroflächen: Die Mischung macht’s

Sie merken, jeweilige Büroarten bringen ihre Vor- und Nachteile mit sich. Wenn Ihnen die Auswahl dennoch nicht leichtfällt, ist ein Kombibüro empfehlenswert. Ein Kombibüro vereint die Eigenschaften eines Zellen- und Großraumbüros. Im Zentrum stehen Gemeinschaftsbereiche (Teeküche, Meetingräume, Kommunikationszonen etc.), die eine Teamarbeit ermöglichen oder die Beschäftigten haben Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten.

Das Kombibüro vereint somit folgende drei Punkte:

  • Flexibilität
  • Kommunikation
  • Konzentration 

Eine flexible Bürogestaltung ist in Zeiten von stetigen Veränderungen und Umwelteinflüssen außerordentlich wichtig. Zudem erfordert die zunehmende Verschmelzung von Arbeitsbereichen und Tätigkeiten hohe Agilität. Kombibüros sind somit der erste Schritt für mehr Flexibilität, kürzere Kommunikationswege und bessere Teamarbeit. 

Bürokonzepte der Zukunft:

Die Bürokonzepte der Zukunft sollten nicht als Trend verstanden werden. Denn fortlaufende Veränderungen, die Digitalisierung und der demografische Wandel führen dazu, dass die Bürokonzepte der Zukunft für Unternehmen immer relevanter werden. 

Wir zeigen Ihnen drei effiziente Konzepte der Zukunft: 

Desk Sharing

Desk Sharing

Desk Sharing sagt Ade zu festen Arbeitsplätzen. Das bedeutet; dem Mitarbeiter ist kein fester Arbeitsplatz zugeschrieben. Je nachdem welcher Arbeitsplatz frei ist, wird von einem Mitarbeiter besetzt. Dieses Konzept erfordert eine gute Organisation und ist für Unternehmen geeignet, die Teilzeitkräfte beschäftigen oder die Mitarbeiter regelmäßig im Home-Office sind.

Smart Office

Smart Office 

Smart Office umfasst nicht nur brilliante technische Systeme und smarte Sensorik, sondern beinhaltet ebenso eine smarte Büroraumplanung. Räumlichkeiten können mit entsprechenden Gestaltungselementen abgeschirmt oder offen gehalten werden. So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit innovativ und im kreativen Austausch zu arbeiten oder sich konzentriert der Stillarbeit zu widmen. 

Open Space

Open Space

Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei einem Open Space Konzept um eine offene Arbeitsfläche. Ein Open Space Büro ist die modernere Variante eines klassischen Großraumbüros. Das Open Space vereint verschiedene Büroformen und ist in verschiedene Funktionsbereiche wie Kreativzone, Coffizone, Lounges, Meetingräume etc. unterteilt. Bei diesem Konzept wird die Kreativität und Flexibilität Ihrer Beschäftigten gefördert.

Verschiedene Generationen – unterschiedliche Ansichten

Auch die verschiedenen Generationen im Büro haben großen Einfluss auf die Auswahl der Büroformen. An diesem Punkt merken Sie, dass es nicht die perfekte Büroformen gibt. Denn es treffen verschiedene Generationen aufeinander und arbeiten zusammen. Jede Generation hat andere Vorlieben und andere Ansichten. 

Auch eine Studie des Büroeinrichters Steelcase in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Ipos belegt, dass die Vorlieben und Interessen der Generationen unterschiedlich sind.

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Die unterschiedlichen Generationen und ihre Interessen:

Veteranen: geboren vor 1950

Die Veteranen arbeiten bevorzugt in steilen Hierarchien und strikte Arbeitszeiten. Der eigene Arbeitsplatz wird ebenfalls bevorzugt. Die Generation legt Wert auf materielle Sicherheit und nur der Chef hat das Sagen. 

Baby-Boomer: geb. zwischen 1950 - 1965

Die Baby-Boomer Generation legt ebenfalls Wert auf materielle Sicherheit. Außerdem wird zunehmend die Zusammenarbeit bzw. Gruppenarbeit bevorzugt. So haben auch Umfragen festgestellt, dass der Wunsch nach abgegrenztem Arbeiten abnimmt.

Generation X: geb. zwischen 1966 – 1980

Der Wunsch nach einem abgegrenztem Arbeitsplatz, nimmt auch bei dieser Generation ab. Zudem steigt die Tendenz für das Arbeiten im Home-Office.  

Generation Y: geb. zwischen 1981 – 1995

Die Generation Y wünscht sich pure Flexibilität am Arbeitsplatz. Treffpunkte wie Kaffeezone, Meetingräume und Lounges sind gerne gesehen. Der Begriff Work-Life-Balance liegt bei dieser Generation im Fokus. Erwünscht sind flache Hierarchien, um mitwirken zu können.

Generation Z: geb. zwischen 1996 – heute 

Generation Z wird noch erforscht und ist auf dem Arbeitsmarkt nicht viel vertreten. Allerdings kann man schon erste Eigenschaften wie; Unabhängigkeit, freie Entfaltung und Flexibilität ausmachen.

Sie merken: verschiedene Generationen bedeutet verschiedene Interessen. Für viele Unternehmen wird es zu einer Herausforderung den verschiedenen Interessen gerecht zu werden. Natürlich können nicht alle Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden. Aber umso mehr ist es dann wichtiger Ihre Beschäftigten in die Büroflächenplanung miteinzubeziehen und im gegenseitigen Austausch zu stehen.

Fazit: Kombinieren Sie verschiedene Büroformen

Den Idealfall für die perfekte Büroform gibt es leider nicht. Verschiedene Generationen am Arbeitsplatz bedeutet im selben Atemzug, verschiedene Interessen. Hinzu kommen noch die verschiedenen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Büroformen. 

Da könnte man meinen; man sieht vor lauter Bäumen den Wald kaum. Allerdings ermöglicht eine strategische Flächenplanung unter Einbeziehung Ihrer Mitarbeiter einen hervorragenden Durchblick und bringt Sie dem Ziel der Mitarbeiterzufriedenheit näher. Denn letztendlich kommt es darauf an: Der Mitarbeiter muss sich am Arbeitsplatz wohlfühlen, damit überhaupt Leistung von ihm erwartet werden kann. 

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