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Bürobeleuchtung: Darauf sollten Sie im Büro achten 

Autor:  Michael Weissmann

Michael Weissmann ist Geschäftsführer der Weissmann GmbH und erfahrener Experte für moderne Büro- und Arbeitswelten.

Bürobeleuchtung

(Lesezeit: 5 min)

Bürobeleuchtung: Es werde Licht

Sie kennen es vermutlich selbst; sind die Lichtverhältnisse zu hell, kneifen wir unbewusst leicht die Augen zusammen. Ist dann auch noch höchste Konzentration gefragt, erhöht sich diese Reaktion. Auch wenn zu dunkle Lichtverhältnisse herrschen, werden wir erstens müde und zweitens überanstrengen sich unsere Augen. Die richtige Bürobeleuchtung ist hier das A&O.

Bürobeleuchtung ist nicht nur einfach den Lichtschalter betätigen. Es bedarf viel mehr. Durch optimale Lichtverhältnisse soll das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiter positiv beeinflusst werden. Jeder Raum ist individuell. Daher erfordert die Beleuchtung im Büro ein individuelles und auf Ihre Raumanforderungen ausgerichtetes Lichtkonzept.

Wir wollen Sie nicht im Dunkeln tappen lassen. In folgendem Artikel werden wir Ihnen alles rund um das Thema Licht und Bürobeleuchtung näherbringen. Sie werden erfahren welche Auswirkungen das Licht überhaupt auf den Menschen hat, was Sie beachten müssen und wie Sie die optimale Beleuchtung im Büro umsetzen können.

Ein Lichtlein brennt: Wirkung von Bürobeleuchtung

Im obigen Absatz haben wir schon festgestellt, dass die gegebenen Lichtverhältnisse unsere Konzentration beeinflussen können. Allerdings steckt viel mehr dahinter. Aus biologischer und ergonomischer Sicht und auch leistungsbezogen.

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Tick Tack - unsere biologische Uhr:

Der wichtigste Steuerfaktor für unsere innere Uhr ist das Licht. Herrschen beispielsweise am Morgen zu dunkle Lichtverhältnisse, wird der Körper nicht so richtig wach bzw. die innere Uhr kommt durcheinander. Das Gleiche gilt am Abend, blaues Licht hemmt das Melatonin und wir kommen nicht zur Ruhe. Dies kann dann zu chronischer Müdigkeit bis hin zu Depressionen führen.

Der Schädel brummt:

Die Beleuchtung im Büro hat Einfluss auf unsere Gehirnnerven. Denn ist es zu hell oder zu dunkel, müssen die Augen die unpassenden Lichtverhältnisse kompensieren (Hell-Dunkel-Adaptation). Dies kann auf Dauer die Augen zu sehr beanspruchen und führt letztendlich zu Kopfschmerzen.  

Psyche:

Mehrere Studien belegen, dass das Licht auch Einfluss auf unsere Psyche hat. Sind im Büro keine optimalen Lichtverhältnisse gegeben, so wirkt sich das also auch auf unser Verhalten aus. Zu dunkles Licht verhindert die Konzentration und steigert die Nervosität. Außerdem sind richtige Lichtverhältnisse auch für unsere Motivation von großer Bedeutung.

L wie Licht und Leistung

Licht ermöglicht uns nicht nur dass wir was sehen, sondern beeinflusst auch unsere Produktivität. Lässt die Konzentration nach, sollte die Arbeitsplatzbeleuchtung heller (ins kaltweiße) reguliert werden können. Dadurch sind Ihre Mitarbeiter wieder wach und produktiver. Die Leistung ist somit enorm abhängig von richtigen Lichtverhältnissen im Büro.

Gut zu wissen

Die 3 wichtigsten Hormone unserer biologischen Uhr

  • Melatonin, was uns müde macht.
  • Cortisol, Stresshormon welches den Körper ab 3 Uhr auf Tagesbetrieb vorbereitet.
  • Serotonin, wirkt aufmunternd und beeinflusst Körper und Stimmung.

Melatonin und Cortisol stehen in Wechselwirkung zueinander. Morgens ist der Cortisol Spiegel hoch, da der Körper wach ist. Gegen Mittag nimmt unser Leistungshoch ab, denn der Cortisol Spiegel sinkt, der Melatonin Spiegel steigt wieder und der Körper wird müde.  

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Richtwerte und Normen für das optimale Licht im Büro

Auch die Beleuchtung bzw. Beleuchtungsstärke (in Lux) im Büro unterliegt Vorschriften und Regeln. Die Allgemeinbeleuchtung beträgt 300 Lux. Die Beleuchtungsstärke muss aber je nach auszuführender Tätigkeit variieren. Umfasst die Tätigkeit beispielsweise Schreiben und Datenverarbeitung, ist am Arbeitsplatz eine Beleuchtung von 500-700 Lux vorgeschrieben. Großraumbüros bei hoher Reflexion 750 Lux, bei mittlerer Reflexion sogar 1000 Lux.

Des weiteren beschreibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua), dass das Tageslicht aus örtlichen und zeitlichen Gründen nicht immer optimal vorhanden ist. Um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu gewähren, sollen die Arbeitsplätze mit entsprechender Beleuchtung ausgestattet sein. 

Die Liste der Vorgaben für die Grundbeleuchtung oder auch Beleuchtung am Arbeitsplatz ist lang. Aber zusammenfassend für Sie:


  • Die Vorgaben für Beleuchtungsstärke, Begrenzung von Blendung und Farbwiedergabe müssen bei der Raumbeleuchtung berücksichtigt werden.
  • Flimmern/Pulsation und Schatten müssen verhindert werden.

Wissenswertes

Auch sämtliche Studien belegen, dass sich die Beleuchtung am Arbeitsplatz auf unsere Leistung und Gesundheit auswirkt. So hat bspw. das Fraunhofer IAO (Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation) mit seinem Projekt „LightWork“ Benutzerverhalten und Benutzerakzeptanz individualisierbarer Lichtverhältnisse untersucht. Das Resümee; die individuell regulierbare Arbeitsplatzbeleuchtung, wurde von Mitarbeitern positiv aufgenommen und die Leistung dementsprechend erhöht.

Tageslicht vs. künstliches Licht

Das Tageslicht ist mehrere tausend Lux stark. Bei direkter Sonne beispielsweise 100.000 Lux, bei Schatten sogar noch 10.000 Lux. Deswegen befinden wir uns in biologischer Dunkelheit, wenn wir Innenräume betreten. Es ist also kein Geheimnis, dass das Tageslicht die optimalste Lösung für Licht im Büro ist.

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Beim anordnen Ihrer Arbeitsplätze sollten sie darauf achten, dass die soweit es geht waagerecht in Fensternähe angebracht sind. Am besten so dass das Licht von oben hineinscheint und nicht blendet. Allerdings ist das Tageslicht abhängig von örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten. So ist das Tageslicht beispielsweise im Winter nur spärlich vorhanden. Oder Ihre baulichen Strukturen verhindern optimales Tageslicht.

Wenn das Tageslicht, aus welchen Gründen auch immer, nicht genügend vorhanden ist, muss mit künstlichem Licht nachgeholfen werden. Beim künstlichen Licht wird zwischen zwei Beleuchtungsarten unterschieden:

  1. 1
    Direkte Beleuchtung: Die direkte Beleuchtung ist die zielbewusste Beleuchtung an Ihrem Arbeitsplatz. Diese können beispielweise eine Stehleuchte oder Schreibtischleuchte sein. Aber auch Spots, Pendelleuchten etc. sind möglich, um den Arbeitsplatz direkt zu beleuchten. Nicht nur Arbeitsplätze können direkt beleuchtet werden, sondern auch bestimmte Punkte im Raum.
  2. 2
    Indirekte Beleuchtung: Eine indirekte Beleuchtung ist die Grundbeleuchtung. Sie erhellen den allgemeinen Raum und werden von Decke oder Wand reflektiert. Möglichkeiten hierfür sind bspw. Pendelleuchten, Deckenfluter, Lichtleisten an der Wand etc.
TIPP

Bei direkter Beleuchtung am Arbeitsplatz sind Schreibtischleuchten empfehlenswert, wo das Beleuchtungsniveau und die Lichtfarbe individuell regulierbar sind. Dadurch können Ihre Mitarbeiter eine individuelle und angenehme Lichtatmosphäre schaffen.


Schnell wird deutlich, dass die richtigen Lichtverhältnisse im Büro ein umfangreiches Thema ist. Deswegen haben wir eine Checkliste für sie zusammengestellt, die Sie gerne für Ihre Arbeitsplätze anwenden können:

Checkliste Bürobeleuchtung:

  • Tageslicht wird ausreichend von Ihnen genutzt (Anordnung der Arbeitsplätze etc.)
  • Grundbeleuchtung erzeugt eine gleichmäßige Raumbeleuchtung
  • Blendungen/Reflexionen durch Tageslicht oder entsprechende Oberflächen werden vermieden
  • Keine flackernde und flimmernde Leuchten im Büroraum
  • Ihre Mitarbeiter können die direkte Beleuchtung am Arbeitsplatz individuell regulieren
  • Allgemein gesetzliche Vorschriften bezüglich Beleuchtung am Arbeitsplatz werden eingehalten  

Fazit: Geben Sie Ihrer Arbeit mehr Licht

Unser biologischer Rhythmus (circadianer Rhythmus) ist zwar genetisch vorgelegt, muss aber dennoch täglich neu zum gleichen Lauf gebracht werden. Wenn also das Tageslicht in Ihren Büroräumen aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend durchlässig ist, sollte das Tageslicht mit Hilfe von künstlichem Licht reproduziert werden. Aber Achtung weniger ist manchmal mehr. Dies gilt auch für künstliches Licht.

Helles Licht wie kaltweiß (ab 5300 Kelvin) erfrischt am Morgen und auch müde Mitarbeiter können sich so konzentriert und wach der Arbeit widmen. Warmtonlichter wie warmweiß (unter 3300 Kelvin) sind eher gegen Abend bzw. Feierabend hin zu empfehlen, da Sie beruhigend wirken. Das Lichtkonzept sollte in Büros genau geplant und ihren individuellen räumlichen Strukturen angepasst werden. Daher ist eine von vornherein gut durchdachte Lichtplanung wichtig.


Bürobeleuchtung

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